Tolles Programm und riesige Stimmung bei der Bubaria

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Am vergangenen Wochenende startete die erste Staffel der Buchbacher Narrenabende. Und schon der Kartenvorverkauf ließ erahnen, wie hungrig das Buchbacher Faschingsvolk auf diese legendären Faschingsveranstaltungen war. Bereits in der Nacht vor Vorverkaufsbeginn, so gegen 0.30 Uhr, schlugen die ersten ihr Biwak im Vorraum zur Schalterhalle der VR-Bank auf. Und schon ab 6.00 Morgens gab es bereits eine lange Warteschlange. Binnen weniger Stunden waren dann die beiden ersten Narrenabende, die wie immer unter der Regie von Beate und Karl-Heinz Kammerer standen, bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Ja, und dann gingen am vergangenen Freitag zum ersten Mal die Vorhänge auf. Conferencier Franz Segmüller alias "Franz von der Schenk" konnte neben den vielen Faschingsfreunden auch einige Ehrengäste begrüßen. So nahmen an der Premiere neben Bundestagsabgeordneten Stephan Maier auch Bürgermeister Thomas Einwang und Pfarrer Msg. Engelbert Wagner teil.

Das "Bubaria-Gebläse" unter Leitung von Rudi Büchler stimmte das Eröffungslied "So sind wir" an, und mit viel Beifall wurde das Buchbacher Prinzenpaar, Prinzessin Karolina I. - Freifrau von den strahlenden Dritten und Prinz Martin I. - Großherzog zu Klein-Konstantinopel mit ihrem Hofstaat begrüßt. Der Prinzenwalzer wurde, ebenso wie der Marschtanz der Prinzengarde, mit tosendem Beifall bedacht.

Der Verlauf einer Generalprobe war dann Gegenstand des ersten Sketches. Hier wurde in sehr humorvoller Art zum Ausdruck gebracht, dass die Erfolge auf der Bühne im Vorfeld harter Arbeit bedürfen, und alles auch nicht immer reibungslos verläuft.

Ein Klassiker der Narrenabende ist das Turmgespräch, eine Unterhaltung zwischen dem Kirchturm (Anton Rampl) und dem mittlerweile durch Abbruch in himmlische Gefilde versetzten Lagerhausturm (Ludwig Mottinger). Hier wurden so die kleinen Unzulänglichkeiten des täglichen Lebens unter die Lupe genommen und trefflich kommentiert.

Dass der Narrenabend auch die politischen Geschehnisse nicht außen vor lässt, wurde in den "Jagdszenen aus Oberbayern" deutlich. In Liedform wurden die politischen Verwicklungen im Maximilianeum der vergangenen Monate aufgearbeitet, und die "wahren" Hintergründe der Geschehnisse um Stoiber, Beckstein und Huber aufgezeigt.

Nach der Marscheinlage der Nachwuchsgarde ging es im Sketch "Der Positiv-Denker" mit Ludwig Mottinger, Beate Kammerer und Resi Sterr um die philosophische Frage, "Ist das Glas halb voll oder halb leer".

Sportlich wurde es dann, als Florian Tremmel und Carlo Marrazzo mit ihren Brettern in der Langlaufloipe erörterten, wie lange man langlaufen soll, wenn man noch nicht lange langläuft. Eine äußerst amüsante Unterhaltung zwischen den beiden Sportlern, die das Zwerchfell arg strapazierte.

Im Valentin-Klassiker "Der Firmling" war Alfred Greimel nach vielen Jahren der Narrenabend-Abstinenz wieder auf der Bühne zu sehen. Neben Hans Fischbacher und Hans Pichlmeier zeigte er seine herausragenden schauspielerischen Fähigkeiten, und das Publikum zollte den Akteuren kräftigen Applaus.

Nach der Pause ging es im Sketch "Das Streichquartett" um die Probleme, die bei der Vorbereitung einer musikalischen Soirée zu Tage treten. Vor allem wenn man von den Angestellten musikalische Fähigkeiten erwartet, die nicht oder nur zum Teil vorhanden sind.

Zu Gast waren auch die Fischer-Chöre. Aber bei den Buchbacher Fischerchören ist alles umgekehrt, hier singt der Dirigent (Manfred Keim) und nicht der Chor. Dessen Mitglieder sind aber, um dem Namen auch gerecht zu werden, echte Fischer (Familienname bzw. Hobbyangler), die mit dem Tourneebus anreisten, und von "Gerd und Uschi" interviewt wurden. Ihr Auftritt wurde zurecht heftig beklatscht.

Wie sich in bayerischen Schlafzimmern das Vorhandensein von Wasseradern und Haarausfall auf die Nachtruhe auswirkt, zeigte der Sketch "Getrennte Betten" mit Resi Sterr und Ludwig Mottinger. In unglaublich witzigen Dialogen kam das urige des bayerischen Humors richtig zur Geltung.

Nach dem akrobatischen, und mit langem Beifall bedachten Showtanz der Nachwuchsgarde stand dann Anton "Platini" Bauer mit seiner Soloeinlage "Im Zeichen der Zeit" im Scheinwerferlicht. Er beleuchtet in seiner gewohnt locker-spritzigen Art die aktuellen Geschehnisse aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben.

Der nächste Sketch stand unter dem Titel "Das perfekte Weihnachtsfest".
Natürlich möchte die Mutter (Heidi Fischer) alles besonders festlich richten, doch die anderen (männlichen) Familienmitglieder sehen das alles nicht so eng, und so kommt zu allerlei lustigen Dialogen. Wie im richtigen Leben eben.

Nun war aber wieder Tanz und Akrobatik angesagt: Das Prinzenpaar mit Hofstaat sowie die Prinzengarde zeigten ihre Showtänze, wobei der Prinz kund tat: I mog net danz'n! Hier zeigten sich wohl schon die ersten Verschleißerscheinungen des anstregenden Faschingsprogramms.

Zum krönenden Abschluss des Narrenabends fand dann ein weiterer Star aus Funk und Fernsehen den Weg nach Buchbach: Der mehrfach geklonte DJ Ötzi, alias Anton Bauer, gab sich die Ehre. Eine toll gelungene Einlage, die zurecht lang anhaltenden Applaus erhielt.

Zum Schluss stimmten alle in den Tenor der Buchbacher Faschingshymne "Bubaria, Bubaria" ein. Karl-Heinz Kammerer und seine Frau Beate zeigten sich sichtlich zufrieden. Wir haben uns für die heurigen "Geburtstags-Narrenabende" viel vorgenommen, alle Beteiligten - immerhin über 50 vor und hinter den Kulissen - haben vorbildlich mitgezogen, den Besuchern hat es sichtlich gefallen. Was also wollen wir mehr? Sie kamen übereinstimmend zum Ergebnis: "Vergelt´s Gott an alle. Schön war's wieder!"


Die besten Sprüche aus dem Turmgespräch:

I bin scho lang der Meinung, daß de Preispolitik bei uns nimmer hinhaut: Der Bierpreis muaß runter, und da Muichpreis muß rauf!

Da Landrat setzt auf interkommunale Zusammenarbeit und die Bubaria
praktiziert's: Mir ham scho d'dritte Moi an Prinz´n aus Wörth.

Des Rauchverbot hat auch seine Nachteile: Jetzt riecht man die, die sich selten waschen.

In Schwindegg wurden die Geschwindigkeitskontrollen abgeschafft: Der Bürgermeister war der fleißigste Zahler.

Warum ist Marcel Huber nicht Minister geworden? Wegen des Regionalproporzes ist er zum Bauernopfer geworden!

Ein Auszug unserer Sponsoren:
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BUBARIA loßt Goid´s God song