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Buchbach steht Kopf

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presse narrenabend

Nach zwei Jahren Pause bei den Narrenabenden scheint die Welt vieler Buchbacher wieder auf dem Kopf zu stehen. Alles dreht sich um den Fasching und mit großem Elan liefen die Vorbereitungen für die nach wie vor kultigen Narrenabende auf Hochtouren.

Buchbach – Seit fast 50 Jahren werden sie aufgeführt, bei denen dem ein oder anderen auch unverblümt die Meinung gesagt wird. Im Wandel der Zeit hat sich immer wieder eine junge Riege etabliert, Altes mit Neuem verbunden und erstmals tragen in dieser Faschingssaison Florian Tremmel, Martin Fischer und Albert Probst die Verantwortung für die Narrenabende 2017.

Doch unvergessen bleiben auch diejenigen, die die Narrenabende ins Leben gerufen, über Jahre geprägt haben und noch heute ihre Aura über die Narrenabende ausbreiten, geschehen im Turmgespräch, ehemals begonnen mit Anton Greimel (Kirchturm) und Sepp Wimmer (Siloturm) und ihrem Lied: „Es ist völlig gleich, ob arm oder reich“, gefolgt von Anton Rampl und Ludwig Mottinger, die auch heuer wieder den ein oder anderen gewitzt aufs Korn nahmen.

Am Freitag gingen im Buchbacher Kulturhaus zum ersten Mal die Vorhänge für die Narrenabende auf. Conférencier „Platini“ alias Anton Bauer erschien vor dem Publikum, um diese in seiner von ihm gewohnt lockeren, mit vielen Witzen gespickten Art zu begrüßen. Dazu stimmte das „Bubaria-Gebläse“ das Eröffnungslied „So sind wir“ an. Dem folgte unter großem Beifall der Gardemarsch der Prinzengarde, die seit jeher einen festen Platz im Narrenabendprogramm hat.

Es folgte ein abwechslungsreiches Programm mit Pointen und Zuspitzungen, bei dem dem ein oder anderen auch die Leviten gelesen wurden. Mit den unterschiedlichen Darbietungen wurden örtliche und überörtliche Ereignisse und kommunalpolitische Themen kritisch, aber auch humorvoll unter die Lupe genommen. So geschehen auch durch die Moritatensänger Annemarie Mottinger und Rudi Büchler mit der Drehorgel.

Aber auch die gelungenen Sketche, die durch die Ansagen des „Platini“ und musikalisch durch das Bubaria-Gebläse aufgelockert wurden, trieben den Gästen die Lachtränen hervor, so beim „Hausverbot“ mit den Akteuren „Huse“ Hundmeyer und Martin Fischer, der in der Dessous-Abteilung erhebliche Probleme bekam. Ob bei der „Zugfahrt“ von Schwindegg nach München, in der Lisa Steinberger, Anton Rampl, Hans Pichlmeier und Beate Kammerer als Schaffnerin ihre schauspielerischen Qualitäten mit trockenem Witz beweisen konnten, oder bei der „Kontaktanzeige“, bei der die Redakteurin (Claudia Bauer), eine Reihe von äußerst zweifelhaften Kontaktanzeigen und eines Wirtshaus suchenden Gastwirts aufnehmen sollte.

Beim „Banküberfall“ glänzten Michael Sedlmeier, Rudi Mottinger und Beate Kammerer, die sich gegenüber dem Räuber geschickt aus der Affäre gezogen haben, ehe dramaturgisch passend die „Gerichtsverhandlung“– Schäbig gegen Schäbig – mit Volker Janssen als Richter und Hans Pichlmeier als Gerichtsdiener, folgte, bei der es allerdings nicht um die Bankräuber, sondern um Ehestreitigkeiten, aber auch um eheliche Gewalt durch den Ehemann (Martin Fischer) an seiner Ehefrau (Larissa Bachmeier) ging und sich auch noch die Zeugin (Heidi Fischer) einmischte. Das Ergebnis: Es wurde gerichtlich festgestellt, was keine Schimpfwörter sind.

Nach der Pause ging es dann wegen Baukontrolleur (Volker Janssen) turbulent und unfallträchtig auf der „Baustelle“ mit Polier (Michael Sedlmeier) weiter. Nicht nur szenisch hervorragend dargestellt, sondern auch, wie umtriebig die beiden Bauarbeiter (Martin Fischer und Hans Pichlmeier) versuchen, Unzulänglichkeiten gegenüber dem Kontrolleur zu verheimlichen.

Ein wenig unappetitlich ging es bei der „Infektionsgefahr im Wartezimmer“ zu, bei dem nahezu alle Protagonisten im Einsatz waren und die Persönlichkeitssphäre vollkommen ignoriert wurde.

Dass ein „Haustürgeschäft“ auch anders als erwartet ausgehen kann, musste Sektenwerber (Michael Sedlmeier) erfahren, dem Hausherr (Martin Fischer) statt bei ihm Mitglied zu werden, nach Ankündigung diverser Gefahren, eine Versicherung andrehte.

Allein schon die weiblichen Darsteller mit Michael Sedlmeier, Huse Hundmeyer, Rudi Mottinger und Hans Pichlmeier führten im „Friseursalon“ zu Beifallsstürmen, aber auch ihre Unterhaltung und Sprüche ließen kein Auge trocken. In der „Eheberatung“ mit Ludwig Mottinger, Claudia Bauer als Ehepaar und dem Therapeuten Volker Janssen kamen die allgemeinen Alterungsprobleme bei Paaren zum Ausdruck, ihre Sexualität ließ aber keine Wünsche offen.

Derb und verschnupft war schließlich das „Kartln“ mit Lisa Steinberger, Huse Hundmeyer, Rudi Mottinger und Beate Kammerer als Dolmetscherin für Bairisch, ehe mit dem „Alpen Fieber“ in verschiedenen Bildern zum großen Finale gerufen wurde.

Dabei stellte Martin Fischer und Conférencier „Platini“ mit dem auf „Narrenabend“ umgetexteten Halleluja, die einzelnen Mitspieler vor, die schließlich zusammen mit allen Beteiligten und Gästen mit dem Bubaria-Lied und dem Gardeoffizier bei großem Beifall den Narrenabend beendeten.

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